Mina K.
Zwischen zwei Welten

Erstes Outing (Anfang April 2006)

An einem Samstag Nachmittag hatte ich mich mal wieder hübsch zurecht gemacht. Meine Frau half mir bei der Wahl meiner Kleidung und machte mir später auch eine nette Frisur mit Zöpfen. Wir hatten uns zuvor ein paar Filme in der Videothek besorgt und wollten uns einen netten Videoabend machen, da kündigte sich telefonisch ein spontaner Besuch eines guten Bekannten an. Er wollte noch am selben Abend vorbeikommen, um uns ein paar DVDs zurückzugeben, die wir verliehen hatten und um ein bisschen zu quatschen.

Er wusste bis zu diesem Zeitpunkt nichts von meiner Vorliebe und ich bekam bei dem Gedanken, mich ihm so zu präsentieren, ganz weiche Knie. Ich überlegte, ob ich mich nicht vielleicht doch besser wieder umziehen und abschminken sollte.

Doch aus irgendeinem Grund entschied ich mich dagegen. Zum einen hatte ich mich ja gerade eben erst zurecht gemacht, und dann wäre die ganze Arbeit ja für die Katz gewesen. Und zum anderen dachte ich mir: Was soll's, dann oute ich mich eben!

Und so kam es dann, dass ich im knappen Mini, Netzstrumpfhose und Riemchensandaletten im Wohnzimmer saß und zusammen mit meiner Frau auf ihn wartete. Ich war schon einigermaßen nervös und meine Frau und ich killten eine Flasche Sekt, bevor er eintraf. Ich brauchte das, um mir etwas Mut anzutrinken.

Als es an der Tür klingelte, bekam ich Herzklopfen. Meine Frau öffnete die Tür und ließ unsere Bekannten herein. Als er ins Wohnzimmer kam und mich sah, schaute er zunächst amüsiert erstaunt, musste dann kurz lachen und sagte so etwas wie: "Das ist ja geil!" Doch anschließend gab er mir ganz normal die Hand und setzte sich zu mir auf die Couch.

Die Sache war raus und er hat überhaupt kein Gewese darum gemacht. Ich erklärte ihm dann bei Bier (er) und Sekt (ich), dass er mich quasi in Ausübung meines kleinen Hobbies überrascht hat. Er fand das gut und meinte nur, jeder solle machen wozu er Lust hatte. Außerdem war es nicht das erste Mal, dass er mich in weiblicher Aufmachung sah: Karneval 1998 war er mein Zuhälter.

Ansonsten war meine Aufmachung an dem Abend gar kein großes Thema mehr und ich konnte mich schnell wieder entspannen. Zwischendurch hatte ich sogar den einen oder anderen Scherz darüber gemacht und er hatte mich im Gegenzug tatsächlich ein wenig wie eine Frau behandelt, indem er mir zum Beispiel nachschenkte, bevor er sich selbst etwas ins Glas goss.

Es war ein sehr langer und feuchtfröhlicher Abend und ich hatte es genossen, mich auch mal vor anderen ganz zwanglos so zu geben, wie ich manchmal eben gerne bin. Ich wusste, dass er bereits Kontakte zu Transsexuellen hatte, vielleicht fühlte ich mich deshalb von ihm so verstanden und akzeptiert.

Es wurde jedenfalls noch ziemlich spät und irgendwann waren wir von dem vielen Alkohol alle recht müde. Er konnte und wollte natürlich nicht mehr Auto fahren und statt dessen lieber bei uns auf der Couch im Wohnzimmer schlafen, was uns auch recht war. Meine Frau und ich verabschiedeten uns von ihm und gingen zu Bett.

Irgendwann im Laufe der Nacht kam plötzlich jemand in unser Schlafzimmer und legte sich neben mir in unser Ehebett. Es war unser Bekannter. Ich wusste nicht, ob er sich nur in der Tür geirrt hatte oder tatsächlich zu mir wollte. Doch er legte sich etwas unsanft neben mich und stieß mich zur Seite, so dass ich in die Mitte des Bettes rücken musste. ER hatte noch seine Jeans und sein T-Shirt an.

Ich fühlte mich zwar schon etwas rüde behandelt, schob das jedoch auf seinen alkoholisierten Zustand und die Tatsache, dass er eben manchmal so ist: Ein echter Macho-Typ.

Auf jeden Fall rückte er sehr nah an meinen nackten Körper. Er verströmte einen leicht animalischen, männlichen Duft, während an mir noch die Reste meines blumigen Parfums hafteten, das ich am Abend getragen hatte.

Ich spürte seine muskulösen Beine durch den Hosenstoff und rieb meine glatt rasierten Beine ein wenig daran. Er selbst schien das gar nicht zu merken und schlief einfach weiter.

Rechts neben mir schlief meine Frau und ich hörte sie gleichmäßig atmen, während links von mir ein alter Bekannter auf dem Rücken liegend schnarchte, der mir als Mina am Abend zuvor scherzhafte Avancen gemacht hat, um es mal so auszudrücken. Ich wurde jedenfalls immer kribbeliger. Besonders als ich an seinen Schwanz dachte, der nur weniger Zentimeter von mir entfernt war.

Ich konnte nicht anders und ließ meine linke Hand langsam in seine Richtung wandern, bis ich ihn berührte. Meine Hand wanderte leicht über den Stoff seiner Hose, bis ich eine Beule spürte. Ich hatte gefunden, was ich suchte.

Ich drückte und massierte ihn leicht und verspürte nach einer Weile Bewegung. Ich wurde mutiger und öffnete vorsichtig die Knöpfe seiner Jeans. Dann fuhr ich mit meiner Hand hinein, fand zielstrebig den bereits geöffneten Eingriff seiner Boxershorts und massierte seinen Schwanz.

Er war groß und fest und leicht angeschwollen. Ich spürte, wie er in meinen manikürten Händen größer und größer wurde. Und ich wurde auch immer geiler.

Irgendwann hat er sich einfach umgedreht und meine Hand rutschte aus seiner Hose heraus. Kurze Zeit später hörte ich ihn schnarchen. Enttäuscht spielte ich noch ein wenig mit meiner eigenen Erregung und schlief nach einer Weile über den Abend grübelnd ebenfalls ein.

Wir sehen uns auch heute noch immer wieder mal und gehen miteinander um, wie ganz normale Bekannte. Über die besagte Nacht haben wir nie gesprochen. Vielleicht hat er es im Rausch vergessen. Doch ich schwöre, ich hätte ihm in dieser Nacht den Schwanz ausgelutscht und mich von ihm durchficken lassen, bis mir schwindelig wird...:-)

Erst ein paar Jahre später (im Juni 2010) sprachen wir zum ersten Mal über diesen Abend.


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